Klimabotschafterin Tanja Frieden
Liebe Jugendliche
Jeder noch so kleine Schritt für das Klima ist wichtig. Dabei müsst ihr nicht auf alles Lustige verzichten. Es reicht, wenn ihr euch bewusst werdet, was man im Mass tun sollte und was euer täglicher Beitrag für ein besseres Klima ist.
Eure Tanja Frieden
- Warum unterstützt du das Projekt „Eiger-Klima-Schulen“?
Die letzten 20 Jahre verbrachte ich regelmässig auf vielen Gletschern unserer Erde. In dieser für einen Gletscher kurzen Zeit konnte ich enorme Veränderungen feststellen.
Die Jugend für dieses Thema zu sensibilisieren, finde ich wichtig. In der Jungfrauregion sieht man auf einer kleinen Fläche sehr eindrücklich, was die Klimaänderung für gravierende Folgen hat. Das sind Tatsachen und nicht Papierwissen. Keine Erfahrung ist so einschneidend wie diejenige, die man vor Ort ERLEBT.
- Wie engagierst du dich persönlich fürs Klima? Was tust du konkret im Alltag?
Ich bin kein Klimaengel. Das ist bei meinem Job fast nicht möglich. Aber ich versuche, so bewusst wie möglich mit der Umwelt umzugehen und dabei den Spass an der Sache nicht zu vergessen. Konkret nehme ich wenn immer möglich das Velo oder den Zug und bezahle regelmässig für meine Flüge Abgaben bei My Climate. Und ich versuche im Haushalt meine CO2 Bilanz tief zu halten; Strom auf Standby zu vermeiden, und Wasser- oder Solarstrom einzusetzen, den Wasserverbrauch bewusst zu steuern; motorisierten Freizeit-spass nur selten zu betreiben, Fleischkonsum in Grenzen zu halten und Produkte aus der Region zu beziehen!
- Hast du eine Botschaft an die Jugendlichen? Kann ein Einzelner überhaupt etwas bewirken?
Häufig ist das Thema Klimawandel für Jugendliche frustrierend, ja sogar nervig, da dauernd der Mahnfinger hochgehalten wird, obwohl nicht sie in erster Linie die Verursacher sind.
Meine Botschaft ist denn auch: Kleine Schritte im Alltag realisieren – für ein grosses Ziel mit ernsthaften Konsequenzen. Deshalb ist jeder Einzelne wichtig!!!
- Welche Erfahrungen konntest du beim Projekt „Ei-ger-Klima-Schulen“ sammeln?
Wie wichtig es für die Kids ist, die Folgen direkt in der Natur zu sehen und zu spüren, wie sich ein Gletscher anfühlt.
Mir ist mal wieder bewusst geworden, dass es für die Jugendlichen in der Schweiz nicht alltäglich ist, sich in den Bergen zu bewegen.
Selbst ich habe durch das Projekt Neues erfahren; zum Beispiel wie unglaublich viel Wasser wir für die Pro-duktion unserer Mahlzeiten verbrauchen!
- Engagierst du dich für andere Klimaprojekte?
Nein, im Moment nicht. Ich verzettle mich nicht gerne. Ich bin ein echter Fan von dem Eiger Climate Projekt und freue mich jedes Mal, wenn ich die Jugendlichen besuche und mit ihnen einen Tag verbringen kann. Dabei lerne ich in Diskussionen mit dem Team und den Kids immer wieder Neues.